Asiatische Fensterdeko

August 2nd, 2012

Asiatische Wohnräume werden so eingerichtet, dass sie Geborgenheit und Ruhe vermitteln. Man integriert daher Möbel mit Naturmaterialien wie Rattan und Bambus und vermischt nur wenige Farben miteinander, am besten warmes Rot bis hin zu Orange, frisches Grün, Braun und klares, reines Weiß. Dazu empfehlen sich unter anderem Holzmöbel, helle Polstermöbel, ein dezenter Gardinenschal, Trennwände aus Papier wie auch Papier-Lampions und zarte Motivdrucke von Pflanzen, z. B. der Lotusblüte, die als Symbol für Erleuchtung, Liebe, Treue, Reinheit und Schöpferkraft gilt. Nutzen lässt sich dieses Motiv oder das von Ranken, Blättern oder anderen Blüten z. B. als Aufdruck auf dem Gardinenschal, dessen Grundfarbe am besten schlichtes Beige, Weiß oder Grau ist. Frisch, natürlich und rein soll die asiatische Einrichtung sein, mit nur wenig bewusst gesetzten Farbtupfern. Der Gardinenschal wirkt aber auch aufgrund seines leichten Stoffs sehr asiatisch und lässt sich an den Rändern einer Fensternische wie ein Fächer aufblättern und wieder zusammenfalten.

Asiatische Wohnräume sind hell und geräumig, sie wirken natürlich und freundlich. Bunte, grelle Farben findet man hier genauso wenig wie zu minimalistisch angeordnete Möbel, die kaum mehr Persönlichkeit, Charme und Wohnraumambiente vermitteln. Demnach finden sich die bewusst ausgesuchten Farben auch in mehreren Dingen, wie dem Faltrollo am Fenster, dem Sofakissen, den Dekofiguren und / oder den Wandbordüren, auch als verschnörkelte Zeichen, die jedoch genauso wie der Gardinenschal nur dezent verwendet werden. Schön sind z. B. auch asiatische Schriftzeichen als Wandtattoo oder Fächer zur Deko auf Schränken. Die Asiaten richten ihre Wohnung häufig nach dem Motto ein „Weniger ist mehr“, was umso wichtiger ist, je kleiner der Raum ist. Sie achten auf den Fluss der Energie, dem Chi, und legen generell viel Wert auf die Prinzipien des Feng Shui. Der Raum soll nicht erdrücken, sondern zum Entspannen einladen und Ruhe erzeugen.

Mädchen-WG

Januar 26th, 2011

Ich lebe ja nun schon seit einiger Zeit in einer festen Beziehung mit einem Mann. Das schließt auch eine gemeinsame Wohnung ein. Wir haben viel Platz, zwei Bäder und auch ein Arbeitszimmer. Trotzdem hängen wir die meiste Zeit aufeinander  rum. Also suchen wie Magneten immer den jeweilig anderen. Aber diese Nähe ist ja freiwillig und deshalb ein echter Genuss. Manchmal, wenn wir auf der breiten Couch lümmeln, lasse ich meinen Blick durch unser schönes Heim gleiten, bewundere die schicke Wandfarbe, die im Zusammenspiel mit den transparenten Gardinen an unseren Fenstern und den kontrastierenden lila Tulpen auf dem Tisch einen spannendn Blickfang ergibt. Ich finde es wirklich schön in unserer aufgeräumten, ordentlichen kleinen Welt.

Das war ja nicht immer so in meinem Leben. Während des Studiums habe ich mir eine Wohnung mit drei Mädels geteilt. Jede von uns hatte ein winziges Zimmer, in das gerade mal eben ein Bett und ein Kleiderschrank passten, es gab nur ein Badezimmer und davor immer Stau. Herzstück dieser lustigen Bude war die riesengroße Küche. Wir hatten zusammengelegt und uns einen Geschirrspüler geleistet, was das Zusammenleben ungemein entspannte. Überhaupt war von Zickenkrieg nix zu spüren. Wir haben gemeinsam gekocht, uns reihum die Zehennägel lackiert und gleichzeitig in hohem Sprechtempo über Jungs geredet. Gelegentlich haben wir uns aber auch beim Studieren unterstütz.

Die Inneneinrichtung unserer Bude war ein Traum aus unterschiedlichen Geschmäckern. Marie fand es orientalisch gut, Franzi war auf dem Afrika-Trip und überall standen Holzelefanten rum. Linda war alles egal, sie brachte die Möbel von ihrer Oma mit und ich fand den Künstlerstil aufregend und pflasterte meine Wände mit Postern von Werken berühmter Maler der Moderne. Am coolsten waren die Marylin Monroe und James Dean als perfekter Sicht- und Sonnenschutz. Alle unsere Besucher waren neidisch auf die Teile. Aber die hatte Marie aus Istanbul mitgebracht. Es war eine tolle Zeit.